Der Einstiegspreis ist der Ausführungspreis eines Geschäfts, das eine Position eröffnet oder vergrößert. Er dient als Ausgangspunkt für ihren kursbedingten Gewinn oder Verlust, entspricht aber nicht unbedingt dem ursprünglich in der Order gewünschten Preis.
Eine Order kann mehrere Ausführungen haben
Eine Market-Order handelt gegen verfügbare Liquidität und kann zu mehreren Preisen ausgeführt werden. Eine Limit-Order begrenzt den akzeptablen Ausführungspreis, kann jedoch teilweise oder vollständig unausgeführt bleiben. Werden mehrere eröffnende Ausführungen zusammengefasst, zeigt die Plattform üblicherweise einen nach den Kontraktregeln berechneten durchschnittlichen Einstiegspreis.
Bei Long-Positionen verbessern höhere spätere Preise grundsätzlich den Brutto-PnL, bei Short-Positionen niedrigere. Die Kontraktgestaltung bestimmt die genaue Formel und Abrechnungswährung.
Einstieg ist nicht Gewinnschwelle
Eine Schließung zum Einstiegspreis kann nach Handelsgebühren, Funding oder Kreditkosten einen Nettoverlust ergeben. Die sämtliche Kosten berücksichtigende Gewinnschwelle kann deshalb vom angezeigten Einstiegspreis abweichen.
Dieser unterscheidet sich außerdem vom aktuellen Markpreis, vom Auslösepreis einer Order und vom Liquidationspreis. Eine reine Hebeländerung schreibt den Preis einer ausgeführten Transaktion nicht um. Eine Positionsaufstockung kann dagegen den angezeigten Durchschnitt und das getragene Risiko verändern.