Der durchschnittliche Einstiegspreis ist eine gemeinsame Referenz für eine Position aus mehreren Ausführungen. Er gewichtet diese nach den Regeln des Instruments, statt die Preise in der Handelshistorie einfach arithmetisch zu mitteln.
Mengen statt Orderanzahl gewichten
Bei einer linearen Position mit Mengen in gleichen Basiswerteinheiten wird gewöhnlich der gesamte Eröffnungswert durch die Gesamtmenge geteilt. Eine Einheit zu 100 und drei zu 120 ergeben (1 × 100 + 3 × 120) ÷ 4 = 115, ohne Gebühren und sonstige Anpassungen. Der einfache Durchschnitt von 100 und 120, also 110, wäre hier falsch.
Eine zusätzliche Ausführung unter dem bestehenden Durchschnitt senkt diesen bei einer solchen linearen Position; eine darüber erhöht ihn. Inverse Kontrakte können stattdessen eine Berechnung mit Kehrwerten der Preise erfordern. Die Kontraktspezifikation ist deshalb entscheidend.
Ein besserer Durchschnitt kann mehr Risiko bedeuten
Das Aufstocken einer Verlustposition kann den Durchschnitt näher an den Markt bringen und gleichzeitig die risikobehaftete Gesamtmenge erhöhen. Der bereits in den ursprünglichen Einheiten enthaltene Verlust verschwindet dadurch nicht.
Der angezeigte Durchschnitt kann Gebühren und Funding ausschließen und muss daher nicht der vollständigen Gewinnschwelle entsprechen. Bei der Abstimmung der Positionshistorie sind Teilschließungen und Abrechnungsbuchungen gesondert zu prüfen.