Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA)

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Ein einfacher gleitender Durchschnitt ist das arithmetische Mittel einer festen Anzahl jüngster Beobachtungen und wird mit jeder neuen Beobachtung aktualisiert.

Ein einfacher gleitender Durchschnitt (SMA) glättet eine Kursreihe, indem er einer festgelegten Anzahl jüngster Beobachtungen das gleiche Gewicht gibt. Chartplattformen verwenden häufig Schlusskurse, andere Kursdaten sind jedoch ebenfalls möglich. Ein SMA über 20 Perioden bezieht sich auf 20 Balken des gewählten Charts; diese können Minuten, Stunden oder Tage darstellen.

Wie das Zeitfenster weiterwandert

Für den SMA werden die Kurse im gewählten Fenster addiert und durch die Anzahl der Beobachtungen geteilt. Lauten fünf Schlusskurse 10, 12, 11, 13 und 14, beträgt ihre Summe 60 und der SMA über fünf Perioden 12. Kommt als nächster Schlusskurs 15 hinzu, fällt der älteste Wert 10 heraus. Der neue Durchschnitt beträgt 13.

Alle berücksichtigten Beobachtungen sind gleich gewichtet. Das unterscheidet den SMA vom exponentiellen gleitenden Durchschnitt, der jüngeren Kursen mehr Gewicht gibt.

Glättung und Verzögerung

Längere Fenster erzeugen meist glattere Linien, reagieren aber langsamer auf Kursänderungen. Kürzere Fenster reagieren früher und zeigen mehr kurzfristige Schwankungen.

Trader beschreiben mit SMAs die Trendrichtung oder untersuchen Kreuzungen zwischen Kurs und Durchschnitt. Da die Berechnung vergangene Beobachtungen nutzt, kann sie die künftige Richtung nicht bestätigen. Seitwärtsmärkte können wiederholte Kreuzungen ohne anhaltenden Trend erzeugen. Die Interpretation hängt deshalb vom Zeitrahmen und dem umgebenden Kursverlauf ab.