Bollinger-Bänder bestehen aus einer mittleren Durchschnittslinie sowie einem oberen und unteren Band. Die äußeren Bänder passen sich der Streuung jüngster Preise an und liefern eine relative Sicht auf Preisniveaus und Volatilität.
Berechnung der Bänder
Eine übliche Konfiguration verwendet den einfachen 20-Perioden-Durchschnitt der Schlusskurse und Bänder zwei Standardabweichungen darüber und darunter. Bei 100 US-Dollar Durchschnitt und 3 US-Dollar Standardabweichung liegen sie bei 106 und 94 US-Dollar. Das sind gängige Voreinstellungen, keine allgemeinen Vorschriften.
Mit steigender gemessener Streuung werden die Bänder breiter, mit sinkender enger. Der Zeitrahmen zählt. Ein enges Bandmuster, oft Squeeze genannt, zeigt allein weder Richtung noch Zeitpunkt einer zukünftigen Bewegung.
Berührungen interpretieren
Eine Berührung des oberen Bandes ist kein automatisches Verkaufssignal, ebenso wenig eine des unteren ein Kaufsignal. In starken Trends kann der Preis einem äußeren Band wiederholt folgen.
Die Bänder sind keine festen Preisgrenzen. Zwei Standardabweichungen garantieren nicht, dass 95 % künftiger Preise innerhalb bleiben. Die Interpretation hängt vom Marktkontext und den Berechnungseinstellungen ab.