Proto-Danksharding ist das durch EIP-4844 spezifizierte Ethereum-Upgrade, das Blob-Transaktionen zur Veröffentlichung von Rollup-Daten eingeführt hat. Es ging mit Dencun im März 2024 als erster Schritt einer umfassenderen Datenskalierung live.
Was ein Blob verändert
Ein Rollup kann Batch-Daten in Blobs veröffentlichen, statt sie vollständig in gewöhnlichen Transaktions-Calldata unterzubringen. Die Ethereum Virtual Machine kann Blob-Inhalte nicht direkt lesen, jedoch Referenzen nutzen und zugehörige kryptografische Nachweise prüfen. Massendatenverfügbarkeit wird so von der normalen Vertragsausführung getrennt.
Zusätzlich zur Ausführung fällt eine Blob-Gas-Gebühr an. Mehr Datenraum kann die Veröffentlichung verbilligen; tatsächliche Nutzergebühren hängen aber von Nachfrage, Verarbeitung und Rollup-Preisen ab. Nicht jede Ethereum-Transaktion wird kostenlos, und es entsteht kein neuer Token zur Gebührenzahlung.
Befristete Verfügbarkeit und separate Prüfung
Das Protokoll verlangt Verfügbarkeit während eines begrenzten Zeitraums, keine dauerhafte Archivierung. Betreiber und andere Dienste können Kopien länger aufbewahren. Das Ende der vorgeschriebenen Aufbewahrung löscht weder sämtliche Kopien noch macht es Rollup-Transaktionen rückgängig.
Ein Commitment prüft die Übereinstimmung mit veröffentlichten Daten, nicht die korrekte Ausführung der Rollup-Regeln. Dafür bleibt dessen Beweis- oder Einspruchsverfahren zuständig. Spätere Upgrades wie PeerDAS in Fusaka erweitern die Blob-Verarbeitung; EIP-4844 allein ist kein vollständiges Danksharding.