Eine Parachain ist mit Polkadots Relay Chain verbunden und behält eigene Zustände und Transaktionsregeln, während sie gemeinsame Sicherheit nutzt. Sie kann sich auf eine Anwendung oder einen Dienst spezialisieren, statt eine universelle Ausführungsumgebung nachzubilden. Eine Parachain ist eine Kette mit eigener Laufzeitumgebung, nicht bloß ein Smart Contract auf einer anderen Kette.
Collatoren und gemeinsame Validierung
Collatoren pflegen den Parachain-Zustand und stellen vorgeschlagene Blöcke samt Prüfdaten zusammen. Relay-Chain-Validatoren prüfen Kandidaten anhand der registrierten Zustandsübergangsregeln der Parachain. Polkadots übergreifende Validierungs- und Finalitätsprozesse bestimmen, welche Kandidaten zur akzeptierten Historie werden.
Diese Aufteilung ermöglicht parallele Arbeit verschiedener Parachains, ohne dass jede einen vollständig eigenständigen Sicherheitsvalidatorensatz aufbauen muss. Collatoren und Relay-Chain-Validatoren werden dadurch nicht zu austauschbaren Rollen.
Ressourcen und Kommunikation
Der Zugang zu Validierungsressourcen wird über Coretime geplant. Polkadots Agile Coretime unterstützt gebündelte Zuweisung und bedarfsgerechten Zugriff. Ältere Beschreibungen, die allein langfristige Slot-Auktionen behandeln, erfassen das heutige Modell nicht.
Parachains können Nachrichten im XCM-Format über unterstützte Transportmechanismen austauschen. Anwendungen benötigen weiterhin kompatible Berechtigungen und Vermögensverarbeitung.
Gemeinsame Sicherheit zertifiziert weder Anwendungslogik noch Governance-Entscheidungen oder externe Bridges. Das praktische Verhalten einer Parachain hängt auch von Laufzeitumgebung, Collator-Verfügbarkeit und zugewiesenen Ressourcen ab.