Margin-Verhältnis

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Ein Margin-Verhältnis vergleicht bestimmte Sicherheiten- oder Eigenkapitalgrößen nach einer Plattformformel mit einer Margin-Anforderung.

Ein Margin-Verhältnis vergleicht bestimmte Sicherheiten- oder Eigenkapitalgrößen mit einer Margin-Anforderung. Der Begriff ist plattformübergreifend nicht standardisiert: Zähler, Nenner und Risikorichtung müssen vor der Interpretation geprüft werden.

Zwei unterschiedliche Konventionen

Angenommen, anrechenbares Eigenkapital beträgt 100 USDT und die Erhaltungsanforderung 25 USDT. Anforderung geteilt durch Eigenkapital ergibt 25%; Eigenkapital geteilt durch Anforderung ergibt 400%. Beides beschreibt dasselbe vereinfachte Konto, bewegt sich bei verlustbedingt sinkendem Eigenkapital aber entgegengesetzt.

Bei der ersten Formel bedeutet ein steigender Wert weniger Deckungspuffer; bei der zweiten ein fallender Wert. Gebühren, reservierte Mittel, Sicherheitenabschläge und weitere Anpassungen bleiben unberücksichtigt.

Schwelle und Formel zusammen lesen

Ein Handelsplatz kann das Verhältnis für Orderbeschränkungen, Warnungen oder Liquidation verwenden, mit eigenen Schwellenwerten. Eine angezeigte Prozentzahl oder Auslöseschwelle darf nicht von einem Kontosystem auf ein anderes übertragen werden.

Der Erhaltungsmarginsatz ist etwas anderes: Er hilft, die erforderliche Margin aus der Position zu berechnen. Kontoverhältnisse können mehrere Positionen und Sicherheiten zusammenfassen; der Preis einer einzelnen Position erklärt daher nicht zwangsläufig eine plötzliche Veränderung.