Vorlaufen von Aufträgen (Front-Running)

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Front-Running bedeutet, vor einer bekannten bevorstehenden Transaktion zu handeln, um von deren erwarteter Wirkung zu profitieren.

Front-Running bedeutet, vor einer bekannten bevorstehenden Transaktion zu handeln, um von deren erwarteter Wirkung zu profitieren. Im traditionellen Handel geht es häufig um missbrauchte vertrauliche Kundeninformationen. Auf Blockchains können auch öffentlich sichtbare, noch nicht ausgeführte Mempool-Transaktionen betroffen sein.

Warum die Reihenfolge zählt

Ein ausstehender Kauf kann den Preis eines Liquiditätspools verändern. Wer früher ausgeführt wird, kann vor dieser Veränderung handeln. Bei einem Sandwich-Angriff kommt eine weitere Transaktion nach dem Opfergeschäft hinzu; dessen Ausführungspreis kann sich verschlechtern.

Blockproduzenten und andere an der Reihenfolge beteiligte Akteure beeinflussen die Ausführung. Höhere Gebühren garantieren nicht allgemein Vorrang. Front-Running ist eine mögliche Quelle von maximal extrahierbarem Wert (MEV). MEV umfasst auch Arbitrage und Liquidationen; beide Begriffe sind nicht gleichbedeutend.

Schutz und Grenzen

Private Übermittlung kann die Sichtbarkeit im öffentlichen Mempool verringern. Ihre Wirkung hängt jedoch vom Dienst und seinen Vertrauensannahmen ab. Enge Slippage-Grenzen beschränken ungünstige Ausführungen, erhöhen aber möglicherweise das Ausfallrisiko der Transaktion.

Die rechtliche Einordnung hängt von Verhalten und Rechtsraum ab. FINRAs Regel betrifft bestimmte Vorgänge im Wertpapiermarkt und ist keine allgemeine Regel für jede Blockchain-Transaktion.