TP/SL steht für Take-Profit und Stop-Loss: zwei Ausstiegsanweisungen für eine Handelsposition. Take-Profit soll bei einer günstigen Bedingung Gewinn realisieren, während Stop-Loss bei einer ungünstigen Bedingung das Engagement reduzieren soll.
Zwei mögliche Ausstiege planen
Bei einer einfachen Long-Position liegt das anfängliche Gewinnziel üblicherweise über dem Einstiegspreis und die Verlustschwelle darunter; bei einer Short-Position ist es umgekehrt. Je nach Plattform kann jede Anweisung die gesamte Position oder einen bestimmten Teil betreffen.
Auslösereferenz, ausführender Ordertyp und Menge sind getrennte Einstellungen. Eine ausgelöste Market-Order kann Slippage verursachen; eine ausgelöste Limit-Order wird möglicherweise nie ausgeführt. Keine der beiden Seiten garantiert das gewünschte Nettoergebnis nach Kosten.
Zusammenspiel der Anweisungen
Manche Systeme verknüpfen die Anweisungen, sodass eine die andere storniert. Je nach Ausgestaltung erfolgt die Stornierung beim Auslösen oder bei der Ausführung. Eine ausgelöste, aber unausgeführte Limit-Order kann deshalb einen anderen Schutz hinterlassen als erwartet.
Aufstockungen oder Teilschließungen verändern die abzusichernde Menge. Zu prüfen ist, ob Mengen automatisch angepasst werden und verknüpfte Anweisungen aktiv bleiben. TP/SL-Regeln setzen außerdem die Liquidationsbedingungen einer Plattform nicht außer Kraft.