Bei einem Stealth Launch wird ein Token oder Projekt mit wenig oder keiner vorherigen Ankündigung oder Werbung öffentlich verfügbar. Im Mittelpunkt stehen Überraschung und geringe Öffentlichkeit vor dem Start. Die Bezeichnung legt weder ein einheitliches technisches Verfahren fest noch belegt sie eine faire Verteilung des Angebots.
Wie ein Start ablaufen kann
Ein Team könnte einen Token bereitstellen und einen Liquiditätspool einer dezentralen Börse finanzieren, bevor es den Handelsbeginn bekannt gibt. In einem einfachen Pool bestimmen die anfänglichen Reserven den Startpreis mit. Dieser muss daher nicht aus einer breiten Bewertung durch den Markt hervorgegangen sein.
Teams beschreiben das Vorgehen möglicherweise als Mittel gegen vorzeitige Spekulation oder zeitlich geplante Botaktivität. Automatische Überwachung kann öffentliche Blockchainaktivität jedoch erkennen, und vorab informierte Personen können weiterhin Vorteile haben. Überraschung schafft keinen gleichen Zugang.
Was das Etikett nicht bescheinigt
Stealth Launch und Fair Launch betreffen unterschiedliche Fragen: Öffentlichkeit und Zeitpunkt einerseits, Verteilung und Teilnahme andererseits. Die eine Bezeichnung belegt die andere nicht.
Wenig Vorabinformation kann auch weniger Zeit lassen, um Vertrag, Teamzuteilung, Liquiditätskontrolle oder Produktversprechen zu prüfen. Ein plötzliches Erscheinen ist weder Betrugsbeweis noch Nachweis für Sicherheit, dauerhafte Liquidität oder zukünftige Nachfrage.