Definition
Am Spotmarkt werden Vermögenswerte selbst gehandelt, nicht Verträge mit einer späteren Fälligkeit. „Spot“ beschreibt die Abwicklung und garantiert nicht, dass jede Menge zum angezeigten Preis handelbar ist. Kryptospotmärkte bestehen auf zentralisierten Börsen, dezentralen Protokollen oder im direkt ausgehandelten außerbörslichen Handel.
Funktionsweise
In einem Orderbuch stehen Gebote für Kaufpreise und Angebote für Verkaufspreise. Die Differenz zwischen bestem Kauf- und Verkaufspreis bildet den Spread. Passende Aufträge führen zu Abschlüssen; der jüngste Abschluss bestimmt den letzten Handelspreis. Ein Liquiditätspool berechnet Tauschpreise stattdessen nach den Regeln des Protokolls.
Jedes Paar hat eigene Liquidität und eine eigene Quotierungswährung. ETH/USDT bewertet ETH in USDT, ETH/BTC hingegen in BTC. Preise können zwischen Handelsplätzen abweichen, weil Bestände, Nachfrage, Gebühren und Übertragungsbedingungen unterschiedlich sind. Ein veröffentlichter Spotindex kann mehrere Märkte zusammenfassen, ohne selbst einen ausführbaren Auftrag darzustellen.
Wichtige Aspekte
Ein enger Spread belegt nicht, dass ein großer Auftrag nahe am angezeigten Preis ausgeführt werden kann; auch die Markttiefe zählt. Trotz Handel rund um die Uhr können Wartung oder Auszahlungsbeschränkungen einzelne Dienste unterbrechen. Derivate können sich auf Spotpreise beziehen, ihr Besitz ist aber kein Kauf des zugrunde liegenden Spotvermögenswerts.