Ein Dark Pool ist ein Handelsplatz, der Aufträge vor ihrer Ausführung nicht öffentlich anzeigt. Käufer und Verkäufer suchen Gegenparteien, ohne Preis und vollständiges Volumen in einem sichtbaren Orderbuch offenzulegen.
Warum Aufträge verbergen?
Ein großer sichtbarer Auftrag kann andere Händler aufmerksam machen und den Kurs zum Nachteil seines Auftraggebers bewegen. Dark Pools sollen diesen Informationsabfluss begrenzen. Die Preisbildung kann sich je nach Handelsplatz auf öffentliche Märkte oder andere offengelegte Regeln stützen. Passende Gegenaufträge bleiben erforderlich; Vertraulichkeit garantiert weder Liquidität noch bessere Preise.
Der Begriff stammt aus dem Wertpapierhandel und wird auch für Kryptohandelssysteme mit eingeschränkter Vorhandelstransparenz verwendet. Verwahrung, Abwicklung und Zugang können sich erheblich unterscheiden.
Grenzen der Vertraulichkeit
Dark Pools sind nicht automatisch unreguliert oder dauerhaft geheim. US-Wertpapier-Dark-Pools müssen beispielsweise ausgeführte Geschäfte melden. Diese Anforderungen gelten nicht zwangsläufig genauso für jeden Kryptohandelsplatz.
Geringere Transparenz kann die Bewertung von Ausführungsqualität und Interessenkonflikten erschweren. Ein Dark Pool ist außerdem kein Privacy Coin: Ein vorab verborgener Auftrag macht eine spätere Blockchain-Übertragung nicht unbedingt unsichtbar.