Der Relative-Stärke-Index, RSI, ist ein Momentum-Oszillator, der geglättete Preisgewinne mit geglätteten Preisverlusten vergleicht. Sein Wert liegt zwischen 0 und 100 und beschreibt die eigene Preisentwicklung eines Assets, nicht dessen Leistung gegenüber einem anderen Asset.
Was der Wert misst
Eine übliche Einstellung nutzt 14 Perioden, Schlusskurse und Wilders Glättungsmethode. Entscheidend ist die Größe der Gewinne und Verluste, nicht nur die Anzahl steigender oder fallender Kerzen. Andere Zeitrahmen oder Einstellungen verändern das Ergebnis.
Sind geglätteter durchschnittlicher Gewinn und Verlust gleich und beide positiv, beträgt der RSI 50. Das bedeutet nicht, dass der Assetpreis während der gesamten Berechnung unverändert geblieben ist.
Extreme und Divergenz
Werte über 70 heißen häufig überkauft, Werte unter 30 überverkauft. Das sind Interpretationsschwellen, keine Vorgaben für eine zwingende Preisumkehr. In einem starken Trend kann der RSI extrem bleiben.
Trader beobachten auch Divergenzen, etwa ein höheres Preishoch bei einem niedrigeren RSI-Hoch. Das kann schwächeres Aufwärtsmomentum anzeigen, aber ohne Umkehr fortbestehen. Der RSI bestimmt weder einen fairen Wert noch garantiert er einen geeigneten Ein- oder Ausstieg.