Preiswirkung bezeichnet die Veränderung des Marktpreises, die ein Geschäft selbst verursacht. Kaufen oder Verkaufen verbraucht verfügbare Liquidität; das Verhältnis zwischen Handelsgröße und Liquidität beeinflusst die Ausführungspreise.
Orderbücher und Liquiditätspools
Ein großer Kauf kann die günstigsten Verkaufsorders aufbrauchen und zu höheren Preisen weiterlaufen. Sein Durchschnittspreis fällt dadurch möglicherweise schlechter aus als die anfängliche beste Quotierung. Ein großer Verkauf kann entsprechend abwärts wirken.
Bei einem automatisierten Market Maker verändert der Handel die Poolbestände und gemäß Preisregel den Wechselkurs. Bei konzentrierter Liquidität zählt insbesondere das Angebot nahe dem aktuellen Preis; der gesamte Poolwert allein genügt nicht zur Einschätzung.
Preiswirkung und Slippage
Ein Angebot kann die erwartete Preiswirkung bereits enthalten. Slippage bezeichnet dann eine zusätzliche Abweichung zwischen Angebot und Ausführung, etwa durch zuvor ausgeführte andere Geschäfte. Begriffe und Messmethoden unterscheiden sich; der verwendete Referenzpreis ist entscheidend.
Kleinere Geschäfte oder tiefere Liquidität können die unmittelbare Wirkung reduzieren. Eine Aufteilung bringt jedoch Zeit- und Ausführungsrisiken sowie mögliche Zusatzkosten mit sich. Eine höhere Slippage-Toleranz kehrt die Preiswirkung nicht um. Auch eine angezeigte Schätzung garantiert das Endergebnis nicht.