Orderflow ist die Abfolge von Handelsanweisungen und Ausführungen in einem Markt. Je nach Kontext konzentriert sich die Analyse auf abgeschlossene Trades, Änderungen ruhender Orders oder beides, statt nur auf die daraus entstehenden Preiskerzen.
Abschlüsse und Buchänderungen
Ein Handelsfeed meldet Ausführungen; ein Orderbuchfeed kann neue, geänderte und entfernte Orders zeigen. Das Entfernen eines Angebots bedeutet nicht zwingend einen Abschluss: Auch Stornierungen verringern angezeigte Liquidität.
Kauf- oder Verkaufsdruck meint bei der Tradeanalyse oft die aggressive Seite, die vorhandene Liquidität nutzt. Jeder Abschluss hat weiterhin Käufer und Verkäufer. Ein käuferinitiierter Trade bedeutet, dass der Käufer gegen eine ruhende Verkaufsorder handelte, nicht dass es keinen Verkäufer gab.
Verfügbare Hinweise interpretieren
Analysten vergleichen etwa aggressive Käufe und Verkäufe oder beobachten, ob sich ruhende Liquidität nach Ausführungen ergänzt. Feedkonventionen zählen: Die gemeldete Seite kann je nach Quelle den Maker statt des Aggressors bezeichnen.
Der Flow eines Handelsplatzes erfasst nicht den Gesamtmarkt. Verborgene Mengen, fehlende Nachrichten und verspätete Updates begrenzen die Interpretation. Orderflow beschreibt unmittelbare Aktivität, beweist aber nicht Identität, Absicht oder nächste Handlung jedes Traders.