Eine Option liegt im Geld, wenn das Verhältnis von Ausübungspreis und relevantem Basiswertkurs einen positiven inneren Wert ergibt. Bei einem gewöhnlichen Call liegt der Basiswert darüber, bei einem gewöhnlichen Put darunter. Die Einstufung gilt unabhängig davon, ob jemand diese Option gekauft oder verkauft hat.
Innerer Wert ist kein Nettogewinn
Ein hypothetischer Put mit 120 USD Ausübungspreis und 110 USD Verfallsreferenzkurs hat 10 USD inneren Wert je Basiswerteinheit. Ein Käufer, der 12 USD je Einheit zahlte, verliert bei Verfall dennoch 2 USD je Einheit vor weiteren Kosten. Kontraktmultiplikatoren skalieren Gesamtzahlung und Ergebnis.
ITM beschreibt damit das Preisverhältnis des Kontrakts, nicht Einstandskosten, Rendite oder Portfolioergebnis. Weiter im Geld steigt der innere Wert; vor Verfall beeinflussen aber auch Änderungen von Zeitwert und Volatilität den Marktpreis.
Ausübung richtet sich nach dem Vertrag
Heute ITM zu sein garantiert diesen Zustand nicht bis zum Verfall. Ebenso wenig folgt daraus, dass sofortige Ausübung erlaubt oder einem Optionsverkauf vorzuziehen ist.
Ausübungsstil, Fristen, automatische Verarbeitung und offizielle Abrechnungsreferenz bestimmen die endgültigen Pflichten. Physische Lieferung und Barausgleich führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das ITM-Etikett allein sagt nicht, welches Verfahren gilt.