Hochfrequenzhandel, kurz HFT, ist eine Form des algorithmischen Handels, bei der Geschwindigkeit und schnelle Orderaktivität zentral sind. Firmen können spezialisierte Software, schnelle Datenfeeds und Infrastruktur nahe den Handelsplätzen nutzen. Definitionen unterscheiden sich zwischen Forschung und Regulierung; es gibt keine universelle Handelsanzahl, die jede Strategie zu HFT macht.
Was die Systeme tun
Zu den Strategien gehören Market Making und das Ausnutzen kurzlebiger Preisunterschiede. Ein Market-Making-System kann Kauf- und Verkaufskurse häufig an veränderte Preise und Bestände anpassen. Viele übermittelte Nachrichten sind Stornierungen oder Änderungen. Nachrichtenvolumen ist deshalb nicht dasselbe wie tatsächlich ausgeführtes Handelsvolumen.
HFT geht häufig mit kurzen Haltedauern einher, ist aber weder gleichbedeutend mit sämtlichem automatisierten Handel noch mit direktem Marktzugang oder Marktmanipulation. Für die Bewertung zählt das konkrete Verhalten.
Kosten und Marktwirkungen
Geringe erwartete Gewinne können durch Gebühren, Infrastrukturkosten, ungünstige Kursbewegungen nach der Ausführung oder Bestandsrisiken aufgezehrt werden. Softwarefehler können schnell Verluste erzeugen; Tests, Positionslimits und Überwachung sind daher wichtig.
HFT kann Liquidität bereitstellen oder verbrauchen. Die Auswirkungen auf Spreads, Preisfindung und Marktstabilität hängen von Strategie und Bedingungen ab. Hohe Geschwindigkeit allein garantiert weder Gewinne noch dauerhaft verfügbare Liquidität.