Eine grüne Kerze ist eine Kurskerze, deren Körper üblicherweise einen Schlusskurs oberhalb des Eröffnungskurses im gewählten Intervall darstellt. Bei einer noch laufenden Kerze dient der letzte Kurs als vorläufiger Schlusskurs; die Farbe kann sich daher bis zum Periodenende ändern. Farbkonventionen unterscheiden sich nach Charteinstellung und Markt. Grün bedeutet nicht überall einen Anstieg.
Eine abgeschlossene Kerze lesen
Bei der üblichen Konvention Grün für steigende Kurse ergeben ein Eröffnungskurs von 100 und ein Schlusskurs von 105 einen grünen Körper zwischen diesen Werten. Lagen das Hoch bei 108 und das Tief bei 98, reichen oberer und unterer Docht bis zu diesen Extremwerten. Der Körper misst die Bewegung zwischen Eröffnung und Schluss, nicht die gesamte Handelsspanne.
Was die Farbe nicht verrät
Eine grüne Kerze kann unter dem Schlusskurs der vorherigen Kerze schließen: 100 zur Eröffnung und 105 zum Schluss ergeben Grün, selbst wenn der vorherige Schluss bei 110 lag. Sie zählt weder Käufer noch beweist sie, dass mehr Einheiten gekauft als verkauft wurden; jeder abgeschlossene Handel hat beide Seiten. Volumen, benachbarte Kerzen und Zeitrahmen liefern Kontext, doch eine grüne Kerze allein sagt keine weiteren Gewinne voraus.