Fungibilität

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Fungible Vermögenswerte besitzen Einheiten, die sich für den jeweiligen Zweck durch gleichwertige Einheiten desselben Vermögenswerts ersetzen lassen.

Definition

Fungibilität bedeutet, dass Einheiten ohne Änderung ihres Nennwerts oder ihrer Funktion austauschbar sind. Eine Einheit eines standardisierten fungiblen Tokens steht gewöhnlich für denselben Anspruch oder Saldo wie eine andere. Fungibilität unterscheidet sich von Teilbarkeit: Austauschbarkeit ist auch ohne beliebig kleine Unterteilung möglich.

Funktionsweise

Fungible Tokensysteme erfassen normalerweise Kontostände, statt jede Einheit als individuell identifiziertes Sammlerstück zu behandeln. Standards wie ERC-20 bieten dafür geeignete Schnittstellen. Zwei Token mit gleichem Symbol sind dennoch nicht zwingend derselbe Vermögenswert; Verträge, Emittenten und Netzwerke können unterschiedlich sein.

Anwendungen und Grenzen

Technische Austauschbarkeit garantiert keine identische Behandlung in jedem Markt oder Rechtskontext. Transferbeschränkungen, Emittentenkontrollen oder Transaktionshistorie können die Annahme bestimmter Vermögenswerte beeinflussen. Fungible Token brauchen weder stabile Preise noch hohe Liquidität oder Reservedeckung zu haben. Der Begriff beschreibt das Verhältnis gleichwertiger Einheiten, nicht die Qualität oder Eignung als Anlage.