DYOR steht für „Do Your Own Research“, also „Recherchiere selbst“. Leser sollen sich ein fundiertes Urteil bilden, statt sich vollständig auf Influencer, Gruppenchats oder Werbeaussagen zu verlassen. In Kryptodiskussionen dient der Ausdruck auch als Haftungshinweis. DYOR hinzuzufügen macht die begleitenden Informationen jedoch nicht verlässlich.
Was Recherche umfassen kann
Die relevanten Fragen hängen von der Entscheidung ab. Bei einem Token können Zweck, Angebot und Freigabeplan, Besitzkonzentration, Handelsliquidität und tatsächlich gewährte Rechte wichtig sein. Bei einem Protokoll gilt es außerdem zu untersuchen, wie es funktioniert, wer es ändern kann und was ein Audit geprüft oder ausgeschlossen hat.
Ein Whitepaper beschreibt das vorgesehene Design. Eingesetzter Code, Nutzungsdaten und dokumentierte Vorfälle helfen, diese Aussagen zu prüfen. Unabhängige Bestätigungen sind wichtig, weil offizielle Unterlagen unvollständig oder werblich sein können.
Grenzen der Recherche
Mehr zu lesen bedeutet nicht unbedingt bessere Belege, besonders wenn mehrere Konten dieselbe unbelegte Behauptung wiederholen. Recherche kann versteckte Schwachstellen, irreführende Angaben oder künftige Marktverluste nicht ausschließen. Sie soll Annahmen und Unsicherheiten klären, damit eine Entscheidung zur verfügbaren Evidenz passt, nicht ihren Erfolg garantieren.