Im Kryptohandel bezeichnet ein Lieferkontrakt häufig einen befristeten Future mit festem Verfall und vorgeschriebener Endabrechnung. Die Bezeichnung grenzt ihn von einem Perpetual ab, besagt allein aber nicht, dass tatsächlich Coins geliefert werden.
Was beim Verfall geschieht
Die Kontraktspezifikation legt fest, ob der Basiswert übertragen oder ein Barausgleich geleistet wird. Ein bar abgerechneter BTC-Kontrakt kann einen berechneten Referenzpreis verwenden, um Gewinn oder Verlust in der vorgesehenen Währung abzurechnen. Diese Referenz kann vom letzten Chartkurs abweichen.
Zu prüfen sind Verfallszeitpunkt, Zeitzone, letzter Handelstermin und Berechnung des Abrechnungspreises. Selbst Produkte desselben Handelsplatzes können sich darin unterscheiden.
Positionen vor der Lieferung steuern
Händler können eine Position gewöhnlich vor Verfall durch ein Gegengeschäft schließen, sofern Liquidität und Handelsregeln dies erlauben. Wer engagiert bleiben möchte, kann in einen späteren Kontrakt rollen, möglicherweise zu einem anderen Preis.
Lieferkontrakte ermöglichen die Absicherung künftiger Verpflichtungen oder eine Wette auf die Kursrichtung. Bis zum Verfall gelten weiterhin Margin-Anforderungen. Basisänderungen, Abrechnungsgebühren, Kurssprünge und Ausführungskosten bedeuten, dass das Erreichen des Liefertermins keinen Gewinn garantiert.