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Gold fällt auf 11‑Wochen‑Tief, da US-Inflationsdaten die Erwartungen von Fed‑Zinserhöhungen bestärken
Die Goldpreise setzten ihren Rückgang am Mittwoch fort und erreichten ein 11‑Wochen‑Tief, weil stärker als erwartete US-Inflationsdaten die Erwartung bestärkten, dass die Federal Reserve ihren aggressiven Zinserhöhungszyklus beibehalten wird. Das gelbe Metall fiel unter die wichtige Marke von 1.800 $ pro Unze und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Ende September.
Inflationsdaten befeuern hawkische Erwartungen an die Fed Der jüngste US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Bericht zeigte, dass die Inflation hartnäckig über dem 2‑%‑Ziel der Fed liegt, wobei die Kernpreise im November um 0,4 % gegenüber dem Vormonat stiegen. Die Daten zerstörten die Hoffnungen auf eine kurzfristige Pause bei den Zinserhöhungen und ließen den US‑Dollar sowie die Renditen von US‑Staatsanleihen steigen, beides Gegenwind für nicht ertragbringende Anlagen wie Gold.
Die Marktpreise spiegeln laut dem CME FedWatch‑Tool jetzt eine Wahrscheinlichkeit von über 70 % für eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte bei der Dezember‑Sitzung der Fed wider. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, das keine Rendite abwirft, und stärken den Dollar, wodurch Barren für ausländische Käufer teurer werden.
Technische Analyse und wichtige Niveaus Aus technischer Sicht signalisiert das Durchbrechen der $1.800‑Support‑Marke durch Gold ein weiteres Abwärtsrisiko. Analysten verweisen auf die nächste wichtige Unterstützungszone bei etwa $1.760‑$1.770, ein Niveau, das während des Oktober‑Ausverkaufs hielt. Der Widerstand liegt jetzt bei $1.830, wobei ein anhaltender Anstieg darüber nötig wäre, um die kurzfristige Bärennote umzukehren.
Die Handelsvolumina waren während des Ausverkaufs erhöht, was auf starken institutionellen Verkaufsdruck hinweist. Der Relative Strength Index (RSI) ist in den überverkauften Bereich gefallen, was einen kurzfristigen Aufschwung auslösen könnte, doch der übergeordnete Trend bleibt eindeutig negativ.
Was das für Investoren bedeutet Für Investoren in Edelmetalle stellt das aktuelle Umfeld eine herausfordernde Kulisse dar. Gold hat historisch in Phasen aggressiver Fed‑Straffungen Schwierigkeiten, da die Realzinsen steigen und der Dollar sich stärkt. Einige Analysten warnen jedoch, dass anhaltend hohe Inflation Gold langfristig als Absicherung unterstützen könnte, insbesondere wenn die Wirtschaft in eine Rezession abgleitet.
Der Zentralbankkauf, der in den ersten drei Quartalen 2023 ein Rekordvolumen von 800 Tonnen erreichte, hat eine Preisunterstützung geboten. Doch die kurzfristige Stimmung ist überwiegend bärisch, und eine Erholung wird wahrscheinlich langsam sein, es sei denn, die Fed signalisiert eine Kehrtwende.
Fazit Der Rückgang von Gold auf ein 11‑Wochen‑Tief spiegelt die Neuausrichtung der Markterwartungen bezüglich der Fed‑Zinsen nach hartnäckigen Inflationsdaten wider. Zwar können überverkaufte Bedingungen kurze Aufschwünge auslösen, doch der Weg des geringsten Widerstands bleibt nach unten, bis klare Anzeichen dafür vorliegen, dass die Inflation deutlich abkühlt. Investoren sollten die bevorstehenden Reden der Fed und das Dezember‑FOMC‑Meeting beobachten, um weitere Richtungsimpulse zu erhalten.
FAQ F1: Warum fällt Gold, wenn die Fed die Zinsen erhöht? Gold bietet keine Rendite, sodass höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu ertragbringenden Anlagen wie Anleihen erhöhen. Höhere Zinsen stärken zudem den US‑Dollar, wodurch Gold für internationale Käufer teurer wird und die Nachfrage sinkt.
F2: Was ist die nächste wichtige Unterstützungsmarke für Gold? Die nächste bedeutende Unterstützungsmarke liegt bei etwa $1.760‑$1.770 pro Unze, die während des Oktober‑Ausverkaufs als Boden fungierte. Ein Durchbruch darunter könnte den Weg zu $1.700 öffnen.
F3: Könnte Inflation langfristig tatsächlich gut für Gold sein? Ja, wenn die Inflation dauerhaft hoch bleibt und die Wirtschaft in eine Rezession eintritt, könnte Gold seine Safe‑Haven‑Attraktivität zurückgewinnen. Kurzfristig sind jedoch die Zinserhöhungen der Fed der dominierende Treiber der Preisentwicklung.
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