Die Liberaldemokratische Partei Japans übergab dem Finanzminister Satsuki Katayama am Sonntag einen Vorschlag.Die LDP forderte den Aufbau eines rechtlichen Rahmens für den Handel mit Kryptowährungs‑ETFs und die Einführung von Yen‑Stablecoin‑Zahlungen in ganz Asien.
Das Dokument wurde vom Blockchain‑Förderungsgremium der LDP gesendet. Es behandelt Krypto‑ETFs als ein einfaches Anlageinstrument, das leichter zu handhaben ist als das direkte Halten von Krypto. LDP‑Mitglieder sind der Ansicht, dass Krypto‑ETFs offiziell auf den japanischen Märkten akzeptiert werden sollten.
Junchi Kanda, ein Mitglied des Gremiums, sagte gegenüber Reportern, dass die Gruppe möchte, dass die Regierung Yen‑Stablecoins als Zahlungsgateway in den asiatischen Märkten fördert.
Japanische Stablecoins zur Reduzierung der Dollar‑Dominanz im Land USDT, USDC und andere an den Dollar gekoppelte Stablecoins machen den Großteil des 315 Milliarden‑Dollar‑Stablecoin‑Marktes aus. Politiker außerhalb der USA befürchten, dass diese Token Zahlungen um inländische Banken herumleiten könnten, wodurch kommerzielle Kreditgeber aus grenzüberschreitenden Strömen ausgeschlossen würden.
Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan, Ryozo Himino, sagte letzten Monat, dass die Gestaltung des zukünftigen globalen Währungssystems einen „ganzheitlichen Ansatz“ erfordere und nicht die binäre Wahl zwischen CBDCs und Stablecoins sei.
Kanda brachte die Idee ein, das jährliche Treffen der Asiatischen Entwicklungsbank (Tokio ist Gastgeber im Mai 2027) als Bühne zu nutzen, um Yen‑Stablecoin‑Politiken und Blockchain‑Initiativen zu fördern.
Japanische Unternehmen und Banken arbeiten im Land an Stablecoins Das Startup JPYC brachte im Oktober 2025 Japans ersten lizenzierten Yen‑Stablecoin auf den Markt und hat seitdem über 1 Milliarde Yen (≈ 6,3 Millionen $) an Coins ausgegeben, Cryptopolitan berichtete zuvor. Das Startup hat sich das Ziel gesetzt, innerhalb von drei Jahren 1 Billion Yen (≈ 6,6 Milliarden $) auszugeben.
Auch Japans drei größte Banken stiegen in das Stablecoin‑Rennen ein. Mitsubishi UFJ Financial Group, Sumitomo Mitsui Financial Group und Mizuho Financial Group kündigten Ende 2025 ein gemeinsames Stablecoin‑Experiment an. Im März 2026 führten sie einen Proof‑of‑Concept durch, bei dem sowohl Yen‑ als auch Dollar‑gekoppelte Coins auf der Progmat‑Infrastruktur getestet wurden. Die Financial Services Agency verlieh dem Projekt den Status „Payment Innovation Project“.
Eine vierte Initiative, EJPY, erhielt im Mai 2026 die Genehmigung der Japan Blockchain Foundation. Dieser Token wird eine vertrauensbasierte (Typ‑III) Rechtsstruktur verwenden, die ihn von der Transaktionsobergrenze von 1 Million Yen, die für gängige elektronische Zahlungsmittel gilt, befreit. Das macht ihn für Unternehmensabrechnungen nützlicher.
LDP will, dass Japan Krypto‑ETFs anerkennt Im ETF‑Bereich würde der Vorschlag der Liberaldemokratischen Partei Japan an die Vereinigten Staaten und Hongkong heranführen. Beide Länder erlauben bereits Krypto‑ETFs als Möglichkeit für Anleger, digitale Vermögenswerte zu erschließen, ohne die Coins direkt zu halten.
Im April genehmigte das japanische Kabinett einen Gesetzentwurf, der Kryptowährungen als Finanzprodukt neu klassifiziert. Zuvor behandelte das japanische Recht Krypto lediglich als Zahlungsmittel. Diese Neuklassifizierung unterstützt das ETF‑Rahmenwerk im asiatischen Land.
Katayama hat noch nicht öffentlich auf den Vorschlag reagiert. Die LDP hält die parlamentarische Mehrheit. Dennoch müssen etwaige gesetzliche Änderungen noch den regulären Ausschuss‑ und Plenumsabstimmungsprozess durchlaufen.
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