Heute früher hat Nakamoto Inc. (Nasdaq: NAKA) die Nachricht über den Verkauf von etwa 600 Bitcoins und zugehörigen Derivatpositionen veröffentlicht, um einen Kraken‑Darlehen in Höhe von 45 Millionen US‑Dollar zu bedienen.
Diese Nachricht hätte nicht schlechter getimt sein können, da sie eine weitere Schlagzeile darüber darstellt, dass ein börsennotiertes Bitcoin‑Treasury‑Unternehmen gezwungen ist, einen Teil seiner Bestände aufgrund fallender Preise und zunehmender Schuldenverpflichtungen abzubauen.
Die aus den Verkäufen erzielten Nettoerlöse von 48 Millionen US‑Dollar wurden zur Begleichung eines Teils der Schulden verwendet, die Nakamoto gegenüber der Muttergesellschaft von Kraken, Payward Interactive, hat. Außerdem wurde das verbleibende USDT‑Darlehen in Höhe von 165 Millionen US‑Dollar in zwei Tranchen umstrukturiert:
Ein Darlehen über 60 Millionen US‑Dollar, fällig am 4. Dezember 2026. Ein weiteres Darlehen über 105 Millionen US‑Dollar, verlängert bis zum 30. Juni 2027.
Wird Nakamoto wieder BTC verkaufen? Der Bitcoin‑Bestand von Nakamoto beträgt jetzt etwa 4.467 Bitcoins, also fast 100 Tokens weniger als die 5.342 BTC, die das Unternehmen Ende 2025 hielt. Die Reduktion erfolgte in mehreren Verkaufsrunden, was allgemein als besorgniserregendes Signal für den Markt gilt.
Zunächst verkaufte das Unternehmen im März 284 Bitcoins für 20 Millionen US‑Dollar, um das Betriebskapital und die Zinskosten für dasselbe Kraken‑Darlehen zu decken. Tyler Evans, Chief Investment Officer von Nakamoto, bezeichnete die Transaktion als Bilanzdisziplin.
„Durch diese Refinanzierung haben wir die Gesamtschulden reduziert, den Großteil unseres Fälligkeitprofils bis 2027 verlängert und die Gesamflexibilität unserer Schulden verbessert“, sagte Evans in der Unternehmensmitteilung.
Das umstrukturierte Darlehen, das Nakamoto bedient, hat einen Zinssatz zwischen 7,75 % und 8,0 %, abhängig davon, dass Nakamoto ein Mindestguthaben von 2.000 Bitcoins in einem separat verwalteten Bitwise‑Konto hält.
