HomeRussland führt neue Gebühren ein, um „unfreundliche“ westliche Krypto‑Token zu bestrafen.

Russland führt neue Gebühren ein, um „unfreundliche“ westliche Krypto‑Token zu bestrafen.

Autor:cryptopolitan

Die russische Regierung steht kurz davor, Gebühren und Handelsbeschränkungen für Kryptowährungen einzuführen, die von Unternehmen aus westlichen Rechtsgebieten ausgegeben werden, ein Schritt, der das jährliche Handelsvolumen in Milliardenhöhe von internationalen Börsen zu inländischen staatseigenen Plattformen verlagern könnte.

Der russische stellvertretende Finanzminister Ivan Chebeskov sagte, dass das neue Krypto‑Gesetz „wirtschaftliche Anreize, wie Provisionen oder Empfehlungen“ enthalten werde, um Russen davon abzuhalten, Token zu nutzen, die er als „unfreundlich“ ansieht, nämlich solche, die von Unternehmen ausgegeben werden, die digitale Vermögenswerte auf Anfrage einer ausländischen Behörde sperren können.

Das Gesetz wird voraussichtlich im Juni die Staatsduma passieren und am 1. Juli 2026 in Kraft treten.

Welche Kryptowährungen hält Russland für ‚unfreundlich‘ Nach dem Vorschlag dürfen russische Bürger ohne qualifizierten Investor‑Status nur drei Token handeln: Bitcoin, Ethereum und USDT. Dollar‑gesicherte Stablecoins wie USDC und Binance‑s BNB stehen nicht auf der Einzelhandels‑Whitelist und werden als risikoreicher eingestuft, weil ihre Emittenten Vermögenswerte auf Anfrage ausländischer Behörden sperren können.

Die Begründung ist einfach. Tether, der Emittent von USDT, hat Gelder auf Anfrage der Strafverfolgungsbehörden eingefroren, darunter ein von US‑Behörden gemeldeter Freeze von 344 Millionen Dollar, berichtet Izvestia. Circle, das USDC herausgibt, hat dieselbe Befugnis, Wallet‑Adressen zu sperren. Binance hat bereits russische Nutzer von seinem Service ausgeschlossen.

USDT birgt dasselbe Sperrungsrisiko, und laut Chebeskov waren die Regulierungsbehörden zunächst bereit, es vollständig zu verbieten. Als die Branche Widerstand leistete, hielten sie den Zugang offen und fügten Schutzmaßnahmen hinzu.

Wie Russland die Nutzung ausländischer Token entmutigen will Für die Nutzung ausländischer Token gibt es noch keine offizielle Gebühr. Laut dem Freedom‑Global‑Analysten Vladimir Chernov könnte sie zwischen 0,5 % und 2 % für unfreundliche Token und bis zu 3 % für unfreundliche Stablecoins liegen. Chernov warnte, dass zu hohe Gebühren die Menschen zu illegalen Transaktionen treiben könnten.

Neben den Gebühren wird das Gesetz voraussichtlich auch verpflichtende Anlegertests, jährliche Transaktionsvolumen‑Grenzen, eine Abkühlungsphase für Auszahlungen und Beschränkungen beim Transfer von Vermögenswerten in andere Wallets einführen, so Denis Astafyev, Gründer der Fintech‑Plattform SharesPro.

Wie neue russische Vorschriften den grenzüberschreitenden Krypto‑Handel neu gestalten könnten Die Bedeutung reicht weit über die Grenzen Russlands hinaus. Chainalysis schätzte, dass Russland zwischen Juli 2024 und Juni 2025 etwa 376 Milliarden Dollar an Krypto‑Transaktionen erhielt, das größte Volumen, das in ganz Europa verzeichnet wurde, so die frühere Berichterstattung von Cryptopolitan.

Der Rechtsexperte Yuriy Brisov sagte gegenüber DL News, dass russische Händler jährlich schätzungsweise 15 Milliarden Dollar an Gebühren an ausländische Krypto‑Börsen zahlen, Einnahmen, die Moskau nun auf inländische lizenzierte Plattformen umleiten will.

Russlands umfassender Regulierungsansatz zielt auf einen Start am 1. Juli für eine verpflichtende Börsenlizenzierung. Ausländische Plattformen ohne russische Betriebserlaubnis und physische Büros könnten vollständig blockiert werden, wobei Roskomnadzor Berichten zufolge DNS‑basierte Filtertools ähnlich denen gegen YouTube vorbereitet.

Für internationale Plattformen bleibt es bei zwei Optionen: den von Russland festgelegten Lizenzregeln folgen oder den Zugang zu den Millionen Russen verlieren, die Kryptowährungen nutzen. Binance, das seine russischen Dienste reduziert hat, und HTX, das kürzlich vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurde, stehen unter dem stärksten Druck.

Wie Russlands Krypto‑Rahmen Einzel- und institutionelle Investoren unterscheidet Das Gesetz wird den Krypto‑Zugang in Russland zwischen Privat‑ und institutionellen Investoren aufteilen. Privatpersonen müssen ein jährliches Investitionslimit von 300.000 Rubel (etwa 4.080 $) einhalten, einen Test bestehen und innerhalb der kleinen Whitelist genehm