HomeEuro‑Stablecoins explodieren um 1200 % unter MiCA, während Kapital in regulierte Vermögenswerte fließt.

Euro‑Stablecoins explodieren um 1200 % unter MiCA, während Kapital in regulierte Vermögenswerte fließt.

Autor:cryptopolitan

Euro‑Stablecoins sind unter MiCA um 1.200 % gestiegen, da regulatorische Klarheit institutionelles Kapital in euro‑denominierte digitale Assets lockt. Das kontrollierte Reserve‑Management (mit 100 % Fiat‑Backing für EU‑Stablecoin‑Emittenten) hat das Vertrauen der Investoren um fast 50 % gesteigert.

Obwohl das 1.200 % Wachstum nicht bei allen euro‑denominierten digitalen Assets gleichmäßig ausfällt, spiegelt es einen massiven Strukturwandel im Markt nach der Einführung von MiCA wider. Folglich konzentriert sich das beeindruckende Wachstum vor allem auf MiCA‑konforme Tokens, die Liquidität von ihren unregulierten Konkurrenten aufgenommen haben. Große Finanzakteure wie Société Générale und Deutsche Börse nutzen bereits Euro‑Stablecoins für tokenisiertes Fonds‑Management und Großzahlungsverkehr.

Zudem stellen traditionelle Banken inzwischen fast 40 % der neuen E‑Money‑Token‑Emittenten (EMT) dar und treiben die aktive Krypto‑Nutzung im unteren Einkommenssegment (Einzelhandel) voran. Diese Nutzung ist jedoch größtenteils stagnierend oder rückläufig. Der europäische Stablecoin‑Markt hat sich zu einem hochkompetitiven Rennen zwischen krypto‑originären Emittenten und Bank‑Konsortien konsolidiert, wobei ein Vakuum entstanden ist, das nun von wenigen dominierenden Akteuren gefüllt wird.

MiCAs Klassifizierung „E‑Money‑Token“ verändert die Nachfrage nach Stablecoins Die strenge Einstufung von euro‑gepaarten Stablecoins als „E‑Money‑Tokens“ hat die Nachfrage grundlegend verändert. Klare Vorgaben, wonach mindestens 30 %–60 % der fiat‑gedeckten Reserven als Bankeinlagen gehalten werden müssen, haben das institutionelle Vertrauen erhöht. Regulierte EMTs machen jetzt etwa 25 % des gesamten Stablecoin‑Transaktionsvolumens in der EU aus.

Das Interesse der Verbraucher an euro‑gesicherten Stablecoins ist ebenfalls deutlich gestiegen, getrieben durch die wachsende Nachfrage. Die Suchaktivität nach diesen Assets ist in Italien um 313 % und in Finnland um rund 400 % gestiegen. MiCA hat einheitliche Regeln für alle 27 EU‑Mitgliedstaaten geschaffen, die ein „Passporting“ (die Möglichkeit, mit einer einzigen Lizenz in allen 27 EU‑Staaten zu operieren) ermöglichen. Die Ströme konzentrieren sich jedoch besonders in Jurisdiktionen wie Malta, Deutschland und den Niederlanden, die bei der Ausgabe von MiCA‑Lizenzen führend sind.

Große Akteure wie UniCredit, BBVA und BNP Paribas haben zudem das Qivalis‑Konsortium gegründet, um bis Ende 2026 eine gemeinsame, MiCA‑konforme Euro‑Stablecoin‑Infrastruktur zu starten. Das Konsortium aus 12 führenden europäischen Banken zielt auf institutionelle Abwicklungen und Treasury‑Operationen ab. Ziel ist es, einen de‑facto Euro‑Stablecoin für die globalen Kryptomärkte zu schaffen und dabei ihre bereits massive Einlegerbasis zu nutzen. Sie reagieren damit auf den sich verengenden Stablecoin‑Markt im Jahr 2026 im Zuge der vollständigen MiCA‑Durchsetzung. Viele nicht‑konforme Giganten, wie Tethers USDT und EURT, wurden gezwungen, die EU zu verlassen.

Circle’s EURC dominiert den europäischen Stablecoin‑Markt Stand April 2026 dominiert Circle’s EURC den europäischen Stablecoin‑Markt und hält über 50 % des Euro‑Stablecoin‑Marktanteils. Das Unternehmen sicherte sich frühzeitig seine französische EMI‑Lizenz, die es ermöglicht, EURC in allen 27 EU‑Mitgliedstaaten zu „passporten“. EURC ist inzwischen tief in den stationären Handel über Ingenicos 40 Millionen POS‑Terminals integriert und auch in institutionelle Abwicklungen über das Stellar‑Netzwerk eingebunden. Infolgedessen ist das Transaktionsvolumen des EURC‑Tokens um mehr als 1.100 % gewachsen.

Société Générale‑FORGE’s EURCV verzeichnet ebenfalls ein Wachstum des Transaktionsvolumens von über 340 %. Der EURCV‑Token konzentriert sich auf die tokenisierte Anleihe‑Abwicklung und Großzahlungsverkehr. Kürzlich hat er seine Multichain‑Strategie auf das Stellar‑Netzwerk und das XRP‑Ledger ausgeweitet, um in grenzüberschreitende Zahlungsökosysteme einzusteigen.

Der Aufstieg von MiCA‑lizenzierten, euro‑gesicherten Stablecoins treibt zudem eine massive Kapitalrotation an, da Investoren von unregulierten Offshore‑Stablecoins zu On‑Chain‑RWAs migrieren. Diese Euro‑Stablecoins werden voraussichtlich im Laufe des Jahres einen Marktanteil von 40 % im RWA‑Sektor erreichen. Der Marktanteil ist besonders wichtig, da Regulierungsbehörden erwarten, dass tokenisierte Immobilien in der EU bis 2027 ein Volumen von 500 Mrd. € erreichen. Weitere MiCA‑konforme Tokens, die an Bedeutung gewinnen, sind EURI (Member Finance), EURQ (Quantoz) und EURE (Monerium).

Obwohl die Wachstumsrate der Euro‑Stablecoins dramatisch war (über 1.200 % Transaktionsvolumenzuwachs bei einzelnen Tokens), liegt der Euro‑Stablecoin‑Markt noch hinter dem 300 Mrd. $‑großen US‑Dollar‑Stablecoin‑Markt zurück. Dennoch weist der Trend auf ein neues, stabiles und konformes Umfeld für europäische digitale Assets hin. Euro‑Stablecoins machen fast 13 % der gesamten globalen Zahlungsaktivität aus.

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