HomeEhemalige Alameda-CEO Caroline Ellison übernimmt Vollzeitrolle bei Manifund

Ehemalige Alameda-CEO Caroline Ellison übernimmt Vollzeitrolle bei Manifund

Autor:cryptopolitan

Caroline Ellison, die ehemalige CEO von Alameda Research, die nach dem Zusammenbruch von FTX mit den Staatsanwälten kooperierte, hat eine Vollzeitstelle bei Manifund, einer gemeinnützigen Förderplattform, angenommen. Mitgründer Austin Chen sagte in der Manifund-Ankündigung, dass Ellison dabei helfen werde, ihre Förderplattform zu verbessern und zu untersuchen, wie philanthropische Gelder effektiver eingesetzt werden können.

Sie begann am 13. Juli ein Probearbeitsverhältnis, wechselte am 10. August in eine Vollzeitstelle und arbeitete ihre ersten zwei Monate unter dem Pseudonym „Carol“.

Für Krypto-Anhänger ist das entscheidende Thema die Art der Tätigkeit, die Ellison übernommen hat. Sie kehrt nicht an einen Handelsschreibtisch zurück und verwaltet auch keine Treasury. Ellisons Arbeit dreht sich um technische Infrastruktur, Logistik und Kundensupport. Zu ihren ersten Aufgaben gehörte ein Abgleich-Tool, das einige falsch gemeldete Transaktionen in der Manifund-Datenbank in Höhe von „5 bis 6 Stellen“ aufdeckte.

Die eigentliche Arbeit: Klempnerarbeit, kein Portfolio Manifund ist eine offene Plattform, die gemeinnützige Spender und Spendenaktionen verbindet. Manifund hat drei Methoden zur Finanzierung von Projekten: öffentlich offengelegte Vorschläge, die von Spendern unterstützt werden, Weitervergabestellen (Regrantors), die Förderbudgets gemäß den Anweisungen der Spender verteilen, und Märkte für Wirkungszertifikate, bei denen Spender Mittel für die Gewinner- oder förderungswürdigen Projekte bereitstellen.

Laut der Organisation hat sie 486 Projekte finanziert, 17,2 Millionen US-Dollar für verschiedene Projekte gesammelt und 5,46 Millionen US-Dollar über Weitervergabestellen transferiert.

Wie Manifund Projekte finanziert und die Wirkung von Fördermitteln misst

Ellison ist für die Infrastruktur verantwortlich, die an dieser Initiative beteiligt ist. Sie erklärt, dass sie weiterhin an der Verbesserung des technischen Systems von Manifund sowie dessen operativen und kundenservicebezogenen Aspekten arbeiten werde, während die Auswahl der geförderten Projekte nicht zu ihren Aufgaben gehöre.

Warum eine gemeinnützige Rolle außerhalb ihrer regulatorischen Beschränkungen liegt Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Ellison weiterhin Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Fall gegen FTX, der von Sam Bankman-Fried mitgegründeten Krypto-Börse, unterliegt. Bereits im Dezember 2025 reichte die SEC vorgeschlagene endgültige Einvernehmensurteile ein, die sie für 10 Jahre davon ausschließen, leitende Angestellte oder Direktorin zu sein, und ihr für einen Zeitraum von 5 Jahren eine verhaltensbezogene Unterlassungsverfügung auferlegen.

In einer separaten Erklärung vom August sagte die CFTC, dass Ellison außerdem einem Handelsverbot von 5 Jahren und einem Registrierungsverbot von 10 Jahren unterliegt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Arbeit in einer technischen und operativen Position bei einer privaten Wohltätigkeitsorganisation außerhalb des Geltungsbereichs der Einschränkungen liegt.

Ellison plädierte im Dezember 2022 auf schuldig im Zusammenhang mit Anklagen wegen Betrugs und Verschwörung im Zusammenhang mit FTX. Später kooperierte sie mit der Staatsanwaltschaft und sagte gegen Sam Bankman-Fried aus. Ellison begann im November 2024 eine zweijährige Haftstrafe und wurde im Januar 2026 entlassen.

Manifunds Bilanz und seine FTX-Schuld Ellisons Ernennung ist besonders heikel, weil Manifund Verbindungen zum FTX Future Fund hat. Chen berichtete, dass er „eine große Schuld“ gegenüber dem Fonds habe, der hinter der ursprünglichen Manifold-Initiative stehe und auf dem die meisten Konzepte von Manifund basierten.

Die SEC hat behauptet, dass Alameda veruntreute Gelder von FTX-Kunden für Handel und andere Investitionen verwendet habe. Angesichts dieser Vergangenheit wird deutlich, dass Ellisons Ernennung über eine Standard-Einstellungsentscheidung hinausgeht.

Es gibt auch ein Transparenzproblem. Manifund fördert Transparenz in seinem Geschäft, und Chen muss zugeben, dass die Erlaubnis für Ellison, mehrere Monate unter einem Pseudonym zu arbeiten, bedeutete, dass die Organisation „bei der Transparenz Kompromisse eingegangen“ sei.

Wird die Gemeinschaft die „Erlösung“ gewähren? Chen machte seine Beweggründe deutlich:

Ich glaube an Erlösung.

— Austin Chen, Mitgründer von Manifund

Er argumentierte, dass Ellison ihr Fehlverhalten eingestanden, daran gearbeitet habe, die Gläubiger zufriedenzustellen, und ihre Haftstrafe verbüßt habe. Ellison beschrieb die Rolle in ähnlichen Worten:

Ich bin Austin sehr dankbar, dass er mir eine zweite Chance gegeben hat und mich nach meiner aktuellen Arbeitsleistung beurteilt, nicht nach meiner Vergangenheit.

— Caroline Ellison

Nicht alle sind überzeugt. In einer Reaktion auf die Ankündigung nannte Cate Hall die Entscheidung:

wirklich schlechtes Urteilsvermögen

— Cate Hall, ehemalige CEO des Astera Institute

Diese Meinungsverschiedenheit macht die Einstellung bedeutsam. Ellison kehrt nicht in die Krypto-Finanzwelt zurück, aber ihre neue Rolle testet, wie weit die Rehabilitierung des Rufs nach FTX gehen kann.

Für Manifund wird die Antwort weniger von der Symbolik ihrer Einstellung abhängen, sondern mehr davon, ob die Spender glauben, dass Transparenz, Kontrollen und Ergebnisse das Vertrauen rechtfertigen, das Chen von ihnen erbittet.

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