Tokenstandard

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Ein Tokenstandard definiert gemeinsame Schnittstellen und Verhaltensweisen, über die Anwendungen mit einer Klasse von Blockchain-Token interagieren.

Ein Tokenstandard ist eine technische Spezifikation dafür, wie eine Tokenklasse Informationen bereitstellt und Vorgänge abwickelt. Gemeinsame Methoden und Ereignisse ermöglichen Wallets, Börsen und anderen Anwendungen, kompatible Token ohne eine völlig neue Schnittstelle pro Token einzubinden.

Verschiedene Modelle für verschiedene Werte

ERC-20 beschreibt fungible Tokenbestände, Übertragungen und Freigabebeträge. ERC-721 erfasst einzeln identifizierte nicht fungible Token. ERC-1155 unterstützt mehrere Tokentypen und Mengen innerhalb eines Vertrags sowie Sammelübertragungen. Die Wahl beeinflusst, wie Software Bestände und Berechtigungen abbildet.

Spielraum für die Gestaltung

Ein Standard kann Pflichtfunktionen und optionale Erweiterungen enthalten. Er bestimmt nicht zwingend Ausgabelimits, Prägerechte, Upgrade-Kontrolle, Übertragungsbeschränkungen oder die verbrieften Rechte. Zwei Token desselben Standards können wirtschaftlich und administrativ stark voneinander abweichen.

Grenzen der Kompatibilität

Die Unterstützung eines Standards bedeutet nicht, dass jede Wallet oder Plattform jeden entsprechenden Token unterstützt. Netzwerk und Vertragsadresse identifizieren weiterhin den konkreten Vermögenswert; ein bekanntes Kürzel genügt nicht. Schnittstellenkompatibilität überträgt auch keine Bestände zwischen Chains und bestätigt keine Codesicherheit. Anwendungen müssen die tatsächliche Implementierung und relevante Erweiterungen berücksichtigen.