Spoofing bedeutet, Aufträge zur Irreführung des Marktes bereits mit der Absicht ihrer Stornierung vor Ausführung einzustellen. Die sichtbaren Orders täuschen Angebot oder Nachfrage vor, statt echte Handelsbereitschaft zu diesen Bedingungen auszudrücken.
Was das Orderbuch verbergen kann
Eine große Kaufwand kann Unterstützung suggerieren, eine Verkaufswand Verkaufsdruck. Fehlt von Anfang an eine ernsthafte Ausführungsabsicht, ist dieses Bild irreführend. Layering ist eine verwandte Praxis mit täuschenden Orders auf mehreren Preisstufen.
Wash Trading erzeugt dagegen künstliche Aktivität durch ausgeführte oder behauptete Geschäfte. Spoofing betrifft vor allem täuschende Orders und die dahinterstehende Absicht, selbst wenn keine Ausführung erfolgt.
Stornierungen sind allein kein Beweis
Legitime Händler ändern oder stornieren Orders häufig wegen neuer Preise, Bestände oder Risikolimits. Eine hohe Stornoquote oder eine verschwindende Orderwand beweist für sich keine Manipulation. Entscheidend sind Kontext, Absicht bei Auftragseingabe und begleitende Aktivitäten.
CME verbietet bestimmte störende Orderpraktiken, darunter Aufträge mit anfänglicher Absicht, sie vor Ausführung zu stornieren. Andere Instrumente und Rechtsräume haben eigene Regeln. Sichtbare Orderbuchtiefe ist deshalb keine garantierte Liquidität.