Orderbuch

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Ein Orderbuch zeigt offene Kauf- und Verkaufsaufträge nach Preis und hilft bei der Beurteilung von Liquidität und Ausführung.

Definition

Das Orderbuch erfasst wartende Kauf- und Verkaufsinteressen eines Marktes. Kaufaufträge heißen Bids, Verkaufsaufträge Asks. Mehrere Aufträge können je Preis zusammengefasst werden; die sichtbare Menge stammt daher nicht zwingend von einem Händler.

Funktionsweise

Höchstes Gebot und niedrigstes Angebot bilden die besten Kurse. Weitere Ebenen zeigen Mengen zu weniger günstigen Preisen. Eine neue Order kann mehrere Ebenen verbrauchen, wodurch der Durchschnittspreis vom ersten Kurs abweicht. Übersteigt ein Kauf beispielsweise die beste Angebotsmenge, kann der Rest höhere Preise erfordern.

Neue, stornierte und ausgeführte Aufträge verändern das Buch. Die Handelshistorie erfasst dagegen abgeschlossene Geschäfte. Die Ausführungspriorität richtet sich nach den Marktregeln.

Wichtige Aspekte

Sichtbare Liquidität kann vor Eingang einer Order verschwinden; versteckte Aufträge erscheinen möglicherweise nicht vollständig. Große Kauf- oder Verkaufswände sind keine verlässliche Prognose, da sie storniert oder irreführend eingesetzt werden können. Tiefe sollte mit tatsächlichem Volumen und geplanter Ordergröße bewertet werden.