Ein Fair Launch ist ein Tokenstart, der auf offener Teilnahme und dem Verzicht auf bevorzugte frühe Zuteilungen beruht. Im strengen Sinn gibt es vor dem öffentlichen Zugang weder einen privaten Vorverkauf noch reservierte Gründeranteile. Der Ausdruck beschreibt ein Verteilungsprinzip, wird aber uneinheitlich verwendet und ist keine unabhängige Zertifizierung.
Gleicher Zugang bedeutet nicht gleiche Bestände
Die Verteilung kann durch Mining, Liquiditätsanreize oder einen öffentlichen Startmechanismus erfolgen. Teilnehmer können dieselben Regeln befolgen und dennoch sehr unterschiedliche Mengen an Geld, Rechenleistung oder Zeit einsetzen. Ein gemeinsamer Erwerbsweg bedeutet daher nicht, dass jeder gleich viele Token erhält.
Späterer Handel kann den Besitz weiter konzentrieren, einschließlich der Stimmrechte bei Governance-Token.
Was die Aussage offenlässt
Veröffentlichte Zuteilungen, Startzeit, Teilnahmebedingungen und Vertragsbefugnisse sagen mehr aus als das Etikett allein. Bots, Informationsvorsprünge oder Transaktionskosten können weiterhin Vorteile schaffen. Ein Projekt kann trotz angeblich fairer Verteilung Befugnisse über weitere Tokenausgabe oder Liquidität behalten.
Fair Launch bedeutet weder, dass ein Token kostenlos ist, noch dass sein Preis angemessen oder seine Technik sicher ist. Er beschreibt die Organisation des anfänglichen Zugangs, nicht die Qualität oder künftige Entwicklung des Projekts.