Definition
Diversifikation verteilt ein Portfolio auf Anlagen mit nicht identischen Risiken. Sie soll den Einfluss eines Ausfalls oder einer schwachen Einzelposition begrenzen. Mehr Tokennamen allein reichen nicht: Verschiedene Token können dieselben Markt-, Emittenten-, Infrastruktur- oder Sicherheitenrisiken teilen.
Funktionsweise
Der Nutzen hängt von Gewichten und gemeinsamen Renditebewegungen ab. Fällt nur eine kleine Position und bleiben andere stabil, wirkt dies weniger als eine vollständige Konzentration. Diversifikation kann Anlageklassen, Branchen, Strategien oder Gegenparteien betreffen; jede Ebene adressiert andere Risiken.
Token mehrerer Protokolle können das Projektrisiko streuen, während sämtliche Mittel von einem Verwahrer abhängen. Umgekehrt streuen mehrere Verwahrer nicht das Marktrisiko eines überall identischen Assets.
Wichtige Aspekte
Diversifikation verhindert keine allgemeinen Marktverluste und garantiert keinen Gewinn. In Stressphasen können Korrelationen steigen; zusätzliche Anlagen bringen Liquiditäts-, Überwachungs- und Transaktionskosten. Entscheidend sind gemeinsame Abhängigkeiten hinter sichtbarer Vielfalt. Kursänderungen verändern zudem Gewichte, sodass eine anfangs breite Verteilung konzentrierter werden kann.