Death Cross

Zuletzt aktualisiert 24. Sept. 2026

Kurz gesagt

Ein Death Cross entsteht, wenn ein gleitender Durchschnitt mit kürzerer Periode einen längerfristigen Durchschnitt von oben nach unten kreuzt.

Ein Death Cross ist das Abwärtskreuzen eines kurzfristigeren gleitenden Durchschnitts unter einen längerfristigen. Es wird meist bärisch interpretiert, weil jüngere Durchschnittskurse gegenüber der längeren Historie schwächer geworden sind. Das bekannte Tageschart-Beispiel ist der 50-Tage-Durchschnitt, der unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt.

Ein Verhältnis zwischen Durchschnittslinien

Das Ereignis betrifft beide Durchschnittslinien, nicht bloß einen Kursrückgang unter eine einzelne Linie. Lag der kürzere Durchschnitt bereits unter dem längeren, bildet sein Verbleib dort kein neues Death Cross.

Analysten können andere Perioden sowie einfache oder exponentielle Durchschnitte wählen. Diese Entscheidungen verändern den Zeitpunkt einer Kreuzung. Auch der Zeitrahmen muss klar sein: 50 Stundenkerzen sind keine 50 Tage. Eine laufende Kerze kann die aktuellen Durchschnittswerte bis zu ihrem Schluss verändern.

Der Name suggeriert zu viel Sicherheit

Die Berechnung fasst vergangene Kurse zusammen. Wenn das Death Cross erscheint, kann ein Großteil des Rückgangs bereits erfolgt sein und der aktuelle Kurs sogar schon steigen.

Seitwärtsmärkte können abwechselnd Death und Golden Crosses ohne dauerhaften Trend erzeugen. Ein Death Cross belegt daher weder einen unvermeidlichen Crash noch den fundamentalen Wert und garantiert keine Gewinne aus einer Shortposition.