Ein Bagholder hält einen Vermögenswert weiter, der erheblich an Wert verloren hat, häufig nach einem Kauf in einer euphorischen Marktphase. Der Ausdruck leitet sich vom englischen Bild ab, am Ende mit der Last allein dazustehen, und ist meist spöttisch oder selbstironisch. Es gibt weder eine feste Verlustquote noch eine notwendige Haltedauer; nicht jeder langfristige Anleger ist gemeint.
Warum die Position bestehen bleibt
Ein Halter kann auf Erholung hoffen, wenig Liquidität vorfinden oder einen Verlust ungern akzeptieren. Die Fixierung auf den Kaufpreis kann das Erreichen der Gewinnschwelle zum einzig akzeptablen Ausstieg machen, obwohl sich die Aussichten geändert haben. Das sind mögliche Erklärungen, keine durch den Spitznamen belegten Tatsachen.
Wer einen Token bei 10 kaufte und bei 2 weiterhin hält, könnte sich beispielsweise so nennen. Der unrealisierte Kursverlust beträgt vor Gebühren 80 %. Weiterhalten beseitigt diesen wirtschaftlichen Rückgang nicht.
Ein Etikett ist keine Analyse
Das Halten kann auf einer durchdachten These ebenso wie auf unbegründeter Hoffnung beruhen. Der Spitzname verrät weder die Erholungschancen noch das gesamte Portfolio einer Person. Er belegt auch nicht, dass sofortiges Verkaufen zum besten Ergebnis führen würde.